Über 90 Jahre Experimentalfunk in Wismar

 

zu den Anfängen von Amateurfunk/ Versuchsfunk und der Akademie in Wismar


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WAP News 15.06.2021
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QSL Y88POL/ DP0GVN

Inkrafttreten des Antarktisvertrags vor 60 Jahren - DQ60ANT

Die Sonderrufzeichen DR60ANT und DQ60ANT sind Teil einer internationalen Aktion, die den 60 Jahrestag des Inkrafttretens des Antarktisvertrages würdigen.  Jubiläum am 23. Juni 2021 

Dr. Volker Strecke (DL8JDX ex Y24LN) hatte in den Jahren 1988 bis 1994 dreimal das Glück, an Expeditionen in der Antarktis teilnehmen zu können. Zunächst noch in der Georg-Forster-Station (2x als Y88POL), dann in der Neumayer-II-Station (DP0GVN).

Y88POL 23. March 1988 – 15. Feb. 1989 Georg Forster Station
Y88POL 12. Nov. 1990 – 5. March 1992 Georg Forster Station
DP0GVN 20. Dez. 1992 – 23. Feb. 1994 Neumayer II Station

Volker ist Absolvent der Hochschule Mittweida, wo er auch promovierte. In der Zeit der Überwinterungen wurde der regelmäßige Kontakt über die Mittweidaer Klubstation Y32ZN (heute DK0MIT) gehalten. Deshalb hat OV S44 Mittweida DQ60ANT organisiert und vergibt bis zum 31. Dezember 2021 (wie auch DR60ANT) den SDOK 60ANT und die WAP-Referenz 316.

Betrieben wird die Station von einem OP-Team (mit Unterstützung aus MV) um Karsten, DL1RUN  Ankündigung der Sonderstation 

QRZ.com zu DQ6ØANT – ´ WAP-Referenz 316   

Weitere Links:

Wismar und Mittweida - Historisches

Die Amateurfunkhistorie von Wismar und Mittweida begann sehr ähnlich.

Beide Hochschuleinrichtungen gehörten 1924 zu den ersten Genehmigungsinhabern des sogenannten Versuchsfunks in Deutschland. http://www.dl2swr.afu-wismar.de/media/files/versuchsfunklizenzen_um_1925.pdf

Erstrufzeichen vom Technikum Mittweida waren „K4“ und von  Wismars Ingenieur-Akademie „Q1“.

Nach dem II. WK hatte Mittweida für Wismar zwischenzeitlich eine traurige Bedeutung. 1953/54 war Wismars Hochschule eine Fachschule für Schiffbautechnik geworden und es gab „von oben“ neue Vorgaben. Man strebte für Wismar eine Spezialisierung in Richtung Schiffselektrotechnik an und „… (verlegte) die in Wismar traditionell seit 1908 betriebene Ausbildung von Elektroingenieuren nach Mittweida an die dortige Ingenieurschule.“ (aus Chronik - 100 Jahre Ingenieurausbildung in Wismar / 2008) Das bedeutete schmerzliche Abwanderung, was erst wenige Jahre später wieder korrigiert wurde.

 Zur Historie der Elektrotechnik an der Hochschule Wismar 

 

Moderner Amateurfunk: Satellitenfunk/ Live-Empfang/ Web-SDR/ Digitalfunk

Katar spendiert einen Satelliten... Funkamateure und Amateurfunk
Funkbetrieb über den geostationären Satelliten QO-100 aus Qatar

Modernster Amateurfunk via Satellit

etwas Nostalgie: … ein früher US-Lehrfilm zum Morse-Code

Standort am 31. Januar JH92UD

2020 / Corona verlagert unsere Fachvorträge / Weiterbildungen / Konferenzen ins Virtuelle...

      E

Tolle Experimentalvorlesungen:  Kreisel/Gyroskop / Ind. MotorenMagn. Kreis / Magn. Fluss Planetengetriebe


 

 

 

Print zur Historie der Akademie-Elektrotechnik/ in Wismarer Beiträge

Letzte Ergänzungen zur Akademie-Historie...

 

+++ Dr. Ing. Kurt Heinrich, EK4ABK, in die "Hall of Fame" sächsischer Persönlichkeiten aufgenommen! +++

 

 

 

 

Dezember 2019/ Januar 2020/ Januar 2021 - Neue Recherche-Funde!

Kurt Heinrich (zu dem Zeitpunkt noch Dipl.-Ing.) leitete ab 1923 den Funkverein Wismar e.V. , ein Gründungsverein des Deutschen Funk-Kartells 1924!

  

  (Quelle: Der Radio-Amateur (Radio-Telephonie) von Dr. Eugen Nesper, 6. Auflage, 1925, S. 28)

Im Mai 1924 wurde im Laboratorium der Ingenieur-Akademie mit dem Funksendebetrieb begonnen. Das erste Rufzeichen war "Q1".

1925 kündigte Dr.-Ing. Heinrich im "Funkbastler" (das war keine einfache "Bastelzeitung", sondern das Fachblatt des Deutschen Funktechnischen Verbandes e.V.) neue Sendeversuche an. Das ist aktuell der früheste Beleg für in Wismar praktisch betriebenen Funk-Sendebetrieb:

         

(Quelle: via DokuFunk-Archiv Wien/ im Original: "Funkbastler", 1925, Heft 36, S. 444)

HINWEIS: Die ET-Historie und die Originaldokumente werden noch immer ergänzt! 

 

 

 

 

 Im ersten Bauabschnitt wurde das erstes Labor am 3. Dezember 1910 an die Abteilung Elektrotechnik übergeben.

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Ein Tag im "Laboratorium" der Ingenieur-Akademie :

Wismar, Am Baumweg - es ist der 16. Februar 1928

"Der 35-jährige Operator und Genehmigungsinhaber der Versuchsfunkstation EK4ABK der Ingenieur-Akademie Wismar wird genau an diesem Tag eine QSL-Karte für die französische Amateurfunkstelle EF8JMS ausfüllen. Es ist kein Geringerer als der Dozent und Baurat Dr.-Ing. Kurt Heinrich, der Leiter der Abteilung Elektrotechnik..." ( mehr dazu )

Glückliche Umstände bringen nach 90 Jahren diesen kleinen papiernen Zeitzeugen zurück an den Ursprungsort. Diese QSL von EK4ABK wird zum Initialzünder für umfängliche Recherchen zur  Historie der Abteilung Elektrotechnik der Ingenieur-Akademie Wismar  und führt so zu den historischen Wurzeln der Elektrotechnik der heutigen Wismarer Hochschule, womit sich auch jeweils Artikel im Heft 25 und im Heft 26 (2020) der "Wismarer Beiträge" (WB) beschäftigen.

 I Jubiläumsheft 25  : Wismars Elektrotechnik-Absolventen begehrt in Berliner Großbetrieben 

 

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Einige dieser historischen Einblicke werden in Printform als Trilogie nach und nach in den "Wismarer Beiträge(n)" veröffentlicht. Umfassender und mit Originaldokumenten versehen geht es jedoch  hier   zu.

Zur Trilogie in den WB: Es begann 2018 mit einer Prolog-Geschichte im Heft 24 . 

Am 6. Dezember 2019 erschien im Heft 25 die Fortsetzung. Der dritte und letzte Teil folgte im 4. Quartal 2020 im Heft 26  !

 

 

Trilogie in "Wismarer Beiträge"


 

 

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Mein Freund Bernd, DK3WX silent key

Mit tiefer Erschütterung musste ich zur Kenntnis nehmen, dass mein gleichaltriger Funkfreund aus den ersten Jahren, Freund wie auch alter Studienkollege Bernd Kernbaum DK3WX (ex DM3WVD) am 6. Juni 2018 von uns ging. Bernd dürfte vielen als leidenschaftlicher QRP'ler und "Vater" des legendären Netzwerktesters FA-NWT01 USB (bzw. HFMxxUSB) in Erinnerung sein.

Im September 2017 hatten wir nach Jahrzehnten wieder ein persönliches Treffen und besprachen unseren Referenteneinsatz beim Distrikttreffen MV einen Monat später in Rostock. Da freuten wir uns noch auf die nächsten privaten Treffen in der Familie, so wie früher. Niemand von uns dachte je daran, dass es unser letztes Treffen bleiben sollte...

Mach's gut mein Freund! Nun mit Deiner lieben Karin wieder vereint...

 

 


 

 

Über 50 Jahre Sendelizenz !

- mein erstes QSO war am 23. Oktober 1967 -

(1965 SWL: DM-2858/D) ex DM3XVD (1967-1978), DM5CA, Y57ZA, Y25DA, DL2SWR

Es begann wie bei vielen anderen om meiner Generation (für mich 1964/ 11J.) in der DDR mit dem Buch "Mit Spulen, Draht und Morsetaste" (1953) von Martin Selber (Martin Merbt). Im Folgejahr gelang dann der Kauf (4 MDN/ Mark der Deutschen Notenbank) des für mich eigentlichen Klassikers seiner Trilogie: "Mit Logbuch, Call und Funkstation". In diesem Teil wird gleich auf den ersten Zeilen von einem Film "Wenn alle Menschen der Welt " erzählt, dessen kurze Beschreibung allein schon bei mir eine ungeheure Faszination für dieses Hobby ausgelöst hat. Den Film selbst "TKX antwortet nicht" habe ich erst nach der Wende sehen können... Ein berührender empfehlenswerter Film, der mit dem in meinen Augen treffenderen Titel "Wenn alle Menschen der Welt" in vielfacher Hinsicht an Aktualität nichts verloren hat und das völkerverbindende Anliegen des Amateurfunks so grandios vermittelt! Wie im Film beweist der Amateurfunk seit Jahrzehnten immer wieder seine Berechtigung auch in weltweiten Notfunkeinsätzen...

Im Dezember 1967 dann das für mich ganz besondere QSO - das mit dem Schriftsteller Martin Merbt persönlich! 

   

   

Diese aus heutiger Sicht eher schlichte Rahmengeschichte in "Logbuch, Call und Funkstation" beinhaltete für uns Kinder damals trotzdem so viel Faszination und machte Lust auf das Abenteuer KURZWELLE und auf alles, was der "ferne" Äther für einen bereithielt. Der HF-Bazillus war unwiderruflich geschluckt und ein Volksempfänger VE301 bald auf Steckspulen umgebaut; abgeguckt von einem sehr engagierten SWL (om Fritz Korn DM-2???/D) in meiner Nachbarschaft. Er zeigte mir auch, wie man mit einem Kohlemikrofon in der Antennenzuleitung und gezogener Rückkopplung senden konnte... Dieser VE301 war dann mein "super" SWL-RX für viele Jahre!

 

selbst erstellte SWL-Karten 1965-1967 zu Schülerzeiten (fotografisch bzw. Siebdruck)

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Das zweite Buch der Trilogie "Mit Radio, Röhren und Lautsprecher" (1956) hatte ich 1964 mir lediglich mal aus der Bibliothek kurz ausleihen können. Basteltechnisch eigentlich das wertvollste von den dreien! Mir war lange nicht klar, warum gerade dieser Teil so schlecht verfügbar war und Neuauflagen 1960 endeten. Vielleicht lag es an diesen Zeilen aus dem Vorwort:

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Verstärkung erfuhr mein HF-Bazillus dann besonders durch meinen Klubstationsleiter Klaus Adam DM3VD/DM2BVD aus dem Nachbarort Wildau und om Werner Szameit DM2AEE(1958)/DM2AUD/DM4BD aus meinem damaligen Heimatort Zeuthen, die mir jungem Spund solides Handwerkszeug im Technisch-Handwerklichen und im "Funken" vermittelten. Sie waren für mich wichtige Mentoren - weit über den Amateurfunk hinaus. Leider sind beide om seit Jahren Silent Key.

   

Ihr Verdienst war es, dass ich als 14-jähriger 1967 erfolgreich die Lizenzprüfung absolvieren konnte. Als jüngster Funksendeamateur zu dieser Zeit (zumindest im Bezirk Potsdam) erhielt ich mein erstes Rufzeichen - DM3XVD. Hier meine erste QSL - die Klubstationskarte von DM3VD - mit Foto vom chief-op Klaus Adam. Jeder Mitbenutzer ergänzte diese dann um seinen persönlichen Mitbenutzer-Kennbuchstaben/ bei mir das "X". - Das erste QSO, im offiziell anzumeldenden Testbetrieb, war am 23. Oktober 1967 mit DM4UHD... // In der Vorbereitung(!) zur Lizenzprüfung im September 1967 in Potsdam, baute ich vierzehnjähriger Schüler in den Sommerferien die sog. Klasse2-Station für den Klub, die uns op's der neu eingeführten Einstiegslizenz-Klasse 2. (bis dato existierte bei DM3VD ein Eigenbausender A1/A3 mit 100 Watt von 80/40/20m; gebaut vom Klubstationsleiter Klaus Adam DM3VD/DM2BVD.) Klaus Adam übergab mir anfangs dieser Ferien eine alte Panzerfunkstation Typ 10RT im Original (ähnlich wie auf dem Foto: mit Gleichstrom(Einanker)-Umformern für die Anodenspannungen, Steckquarzen und Panzerhaube) und los ging's...

(mehr zur 10RT auch hier auf der zweiten Seite zur Klubstation DM4TA)

Quasi auf dem Küchentisch und mit Bauteilen aus dem Schrott sowie zur Blechbearbeitung mit Hand(kurbel)bohrmaschine, Eisensäge und Feile. Stabilisiertes Netzteil mit ST280/80, Sende-/Empfangsumschaltung, Umbau auf Pi-Filter im Ant.-Ausgang, VFO-Bandspreizung etc. Im damaligen Kreis Königs Wusterhausen (KK D17) entstanden so fast zeitgleich drei solcher Umbauten, um den Klasse 2-Betrieb zu ermöglichen: bei DM4HD, DM4VD und eben DM3VD. Pünktlich zum Beginn des damals üblichen, offiziellen Testbetriebs der Station (in Vorbereitung der Stationsabnahme durch RADIOCON/ Funkkontrolle) erfolgte am 23. Oktober 1967 aus meinem Bastelzimmer in Zeuthen (!) weit weg von der Klubstation... mein erstes QSO mit meinen damaligen Freund "Ebs" DM4UHD /"Ebs"=Eberhard in Königs Wusterhausen, meinem Geburtsort und der "Wiege des Rundfunks" in Deutschland !  (Ebs - wo bist Du abgeblieben???)

Mit 15 Jahren dann die Prüfung zur "großen" Lizenz! Auch wenn ich es auf 80m ausschließlich mit dieser 10 RT und 41m lw auf 45 (bestätigte) DXCC geschafft hatte, lag für mich der Reiz in den eigentlichen DX-Bändern. Da ich über kaum Bauteile verfügte und die Schwierigkeit im frequenzstabilen VFO bestand, war für mich gerade noch das 20m-Band beherrschbar. So entstand wieder auf dem Zeuthener Küchentisch ein einfacher CW-Sender für 20 Meter mit 8 Watt Input / mit transitorisiertem sog. Super-VFO (Quarz von 12 MHz/ ich hatte nur den einen... + demzufolge VFO von 2...2,5 MHz) und einer LV3 in der PA! Dass die Post mir diesen Drahtverhau abgenommen hat (wenn auch erst im zweiten Anlauf), wundert mich noch heute...  Denn immerhin musste auch dieser Sender wie alle anderen zu dieser Zeit eine echte technische Abnahme mit HF-Vor-Ort-Messungen(!) bestehen!

Ein paar Monate später stand dann der erste Japaner (JA8AA) im Log, der (selbst mit 1000((!)) Watt und Richtantenne arbeitend) mir zum Erfolg mit meinen 8 Watt bei einfacher Langdraht gratulierte. (QSL von JA8AA; sie belegt seine Verwendung von 1 kW und 3-Elemente-Beam) 

  Ausbreitungsbedingungen aktuell! / Aktualisieren der Seite nicht vergessen (z.B.: F5) - Kontrolle der Aktualität von Datum/Uhrzeit !

http://www.hamqsl.com/solar101vhfpic.php

zur Interpretation der Angaben von DL4ZAO

 

 

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